Einen Gartenpool kann man umweltfreundlich und energiesparend betreiben

Pool im mediterranen Stil

Ein eigener Pool im Garten, wie dekadent! Dieser Gedanke lässt sich bei vielen Deutschen beobachten. Schließlich steht ein Gartenpool für einen gewissen Lifestyle, ist aber auch verpönt, weil er vermeintlich viele Ressourcen verbraucht. Doch es geht auch anders, wie wir hier sehen werden. Mit den richtigen Kniffen und Hilfsmitteln lässt sich ein Gartenpool durchaus energiesparend und damit umweltfreundlich betreiben. 

Pool energiesparend nutzen mit Solarfolie

Vor allem bei Gartenpools, die im Sommer aufgebaut und im Winter abgebaut werden, lohnt sich keine aufwendige Isolierung des Schwimmbeckens. Viel praktischer und auch kostengünstiger ist es in diesem Fall, die Wasseroberfläche zu isolieren. Dafür reicht eine Luftpolsterfolie oder Solarfolie aus. Diese Folie ist nicht mit einer herkömmlichen Verpackungsfolie zu vergleichen, sondern ist wesentlich stärker. Zudem wirkt sie gleich doppelt – zum einen isoliert sie, zum anderen gibt sie die Sonnenenergie an das Wasser im Gartenpool ab. So wird der Pool angenehm aufgewärmt.

Eine Abdeckung für den Swimmingpool schützt außerdem vor Schmutz und Verunreinigungen. Und sie hilft dabei, die Badesaison um einiges zu verlängern. Wie geht das? Ganz einfach: Da durch die Poolabdeckung einerseits das Wasser viel langsamer auskühlen kann und andererseits die Solareffekte genutzt werden können. Obendrein ist eine solche Folie auch für die Sicherheit eines Gartenpools unentbehrlich. Ist der Pool abgedeckt, kann niemand unfreiwillig baden gehen, was gerade für Familien mit kleinen Kindern wichtig ist.

Eine Abdeckung bzw. Solarfolie für den Gartenpool hat also gleich mehrere Vorteile. Sie erhöht die Wassertemperatur, und das um bis zu acht Grad Celsius. Zudem hält sie die Wärme wesentlich länger im Becken und vermindert daher ansonsten eventuell entstehende Heizkosten. Obendrein reduziert sie Wasserverdunstungen um bis zu 95 Prozent.

Das Funktionsprinzip der Folie ist ganz einfach: Die Luftkammern, aus denen sie besteht, werden durch die Sonnenstrahlen erwärmt. Diese Wärme geben sie dann an das Wasser im Pool ab. Die Folie lässt also die Wärme der Sonne durch, aber nicht wieder hinaus. Daher ist das Wasser unter der Folie im Vergleich zu einem nicht mit einer Solarfolie abgedeckten Pool deutlich wärmer.

Moderne Heiztechnik verbauen

Um die Betriebskosten eines Pools weiter zu senken, ist der Abschied von klassischen Elektro-Durchlauferhitzern oder dem alleinigen Heizen über die Hausanlage ratsam. Die effizienteste Lösung stellt heute die Solarthermie dar: Hierbei wird das Wasser durch dunkle Absorbermatten geleitet, die durch Sonnenstrahlung erwärmt werden, was die laufenden Heizkosten fast auf Null reduziert. Alternativ bieten moderne Inverter-Wärmepumpen ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Im Gegensatz zu herkömmlichen Modellen regulieren sie ihre Leistung stufenweise und arbeiten besonders stromsparend, sobald die Zieltemperatur erreicht ist.

Zusätzlicher Tipp: In vielen Pools ist die Wassertemperatur zu hoch. Schon eine Senkung um lediglich ein bis zwei Grad reduziert den Energiebedarf spürbar, ohne dass man im Wasser frieren muss.

Hygiene ist wichtig!

Schmutzige Technik sowie verunreinigtes Poolwasser sorgen für einen höheren Energieverbrauch. So wie das Wasser regelmäßig mit Poolsalz aufbereitet werden sollte, sind auch die Filter ständig in einem reinen Zustand zu halten. Ein optimal eingestellter pH-Wert verhindert Algenbildung und macht somit den Einsatz energieintensiver Filter-Sonderreinigungen und häufiges Rückspülen überflüssig.

Und auch bei der mechanischen Reinigung lässt sich sparen: Klassische Bodensauger arbeiten meist über die Filterpumpe des Pools, moderne Akku-Poolroboter hingegen gänzlich autark. Da sie nicht auf den hohen Wasserdruck der Hauptpumpe angewiesen sind, bleibt diese während des Reinigungsvorgangs im Stromsparmodus oder ist komplett ausgeschaltet – so wird weitere Energie eingespart.

Optimierung der Filter- und Pumpentechnik

Die Filterpumpe ist das technische Herzstück des Pools, verursacht aber oft unnötig hohe Stromkosten, wenn sie starr auf voller Leistung läuft. Eine sogenannte frequenzgesteuerte Pumpe oder ein externer Frequenzumrichter sorgen dafür, dass die Drehzahl gesenkt wird. Eine Pumpe, die mit halber Kraft doppelt so lange läuft, verbraucht deutlich weniger Energie als ein Modell unter Volllast und filtert das Wasser durch die geringere Durchflussgeschwindigkeit sogar gründlicher. Zudem sollte die Laufzeit exakt auf das Beckenvolumen abgestimmt sein.

Kai arbeitet als Verlagsleiter, Publisher und Journalist und beschäftigt sich primär mit aktuellem Tagesgeschehen und dem Themenbereich rund um Immobilien und Garten. Dennoch sind ihm auch andere Themenbereiche nicht fremd und er arbeitet sich gerne in neue Sachverhalte ein. Ihm ist wichtig, dass Texte nicht nur informieren, sondern wirklich weiterbringen: verständlich, sauber eingeordnet und ohne unnötiges Drumherum. Wenn er nicht schreibt oder Projekte betreut, findet man ihn draußen oder im Fitnessstudio.